Inklusion Kärnten
Unser Team

Für eine Gesellschaft, an der alle Menschen teilhaben und teilnehmen können. Mit Akzeptanz, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung.

Standorte

Moritschstraße 2/1

9500 Villach

Görzer Allee 32

9020 Klagenfurt


Mo - Do 8:30 - 12:30


Team

Mag. Birgit Bierbaumer

Projektleitung

Klinische und Gesundheitspsychologin

Fördertherapeutin nach Muchitsch

Standorte: Klagenfurt und Villach

Schwerpunkte:

  • Psychologische Prozessberatung
  • Beratung von Angehörigen und Menschen mit Autismusspektrumstörung (ASS)
  • Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Gruppenförderung von Erwachsenen mit ASS
Mag. Birgit Bierbaumer

Saimen Brand

Special Trainer

Psychosozialer Begleiter

Saimen Brand

Mag. Carmen Egger

Klinische und Gesundheitspsychologin

Psychotherapeutin

Standort: Villach

Schwerpunkte:

  • Pränatal diagnostische Beratung
  • Psychologische Prozessberatung
  • Gruppenförderung von Menschen mit ASS
Mag. Carmen Egger

Mag. Elisabeth Lackenbucher

Sozialpädagogin

Specialtrainerin

Fördertherapeutin nach Muchitsch

Standorte: Klagenfurt und Villach

Schwerpunkte:

  • Schulische Inklusion
  • Peerberatung
  • Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Gruppenförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
Mag. Elisabeth Lackenbucher

Andreea Grigore, MA

Klinische und Gesundheitspsychologin

Psychotherapeutin

ABA-Therapeutin

Standort: Klagenfurt

Schwerpunkte:

  • Psychologische Prozessberatung
  • Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Gruppenförderung von Erwachsenen mit ASS
  • Beratung in der Schule mit Schwerpunkt ASS
Andreea Grigore, MA

Mag. Melanie Henriks-Luckinger

Klinische und Gesundheitspsychologin

Standort: Villach

Schwerpunkte:

  • Pränatal diagnostische Beratung
  • Psychologische Prozessberatung
Mag. Melanie Henriks-Luckinger

Aloisia Kristler

Special Trainerin

Kindergartenpädagogin

Motopädagogin

Sonderpädagogin

Frühförderin

Aloisia Kristler

Mag. Andreas Mühlberger

Klinischer und Gesundheitspsychologe

Fördertherapeut nach Muchitsch i.A.

Trainer für Erwachsenenbildung

Standorte: Klagenfurt und Villach

Schwerpunkte:

  • Psychologische Prozessberatung
  • Beratung von Angehörigen und Menschen mit Autimusspektrumstörungen (ASS)
  • Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Gruppenförderung von Erwachsenen mit ASS
Mag. Andreas Mühlberger

Lic. Adina Petruti M.

Klinische Psychologin

Standorte: Villach und Klagenfurt

Schwerpunkte:

  • Psychologische Prozessberatung
  • Beratung von Menschen im autistischen Spektrum und deren Angehörige
Lic. Adina Petruti M.

Mag. Patrizia Trutschnig

Pädagogin

Buchhalterin

Standort: Villach

Schwerpunkte:

  • Pflegegeldberatung, Beratung zu behinderungsrelevanten finanziellen Themen
  • Projektleitung Elternbildung / Fachkräftefortbildung
  • Verwaltung
Mag. Patrizia Trutschnig

Gisela Schwarz, BA

Pädagogin

Ehe- und Familienberaterin

Trainerin für Menschen mit ASS i.A.

Standorte: Klagenfurt und Villach

Schwerpunkte:

  • Einzelförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Gruppenförderung von Kindern und Jugendlichen mit ASS
  • Beratung von Angehörigen und Menschen mit ASS
Gisela Schwarz, BA

Mag. Andrea Zweibrot

Juristin, Mediatorin

Schwerpunkte: juristische Beratung

Verein

Der Verein INKLUSION:KÄRNTEN

Verein INKLUSION:KÄRNTEN ist ein Zusammenschluss betroffener Eltern und Expertinnen und Experten zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und/oder besonderen Bedürfnissen. Ziel ist INKLUSION, welche die uneingeschränkte Teilnahme aller Menschen an der komplexen und differenzierten Gesellschaft bedeutet. Er betreibt seit dem Jahr 2000 eine vom Bundesministerium für Kinder und Jugend anerkannte und geförderte Familienberatungsstelle.

Er versteht sich

  • als Interessensvertretung für alle, die beruflich oder privat mit Menschen mit Beeinträchtigungen und/oder besonderen Bedürfnissen befasst sind, selbst betroffen oder am Inklusionsgedanken interessiert sind

und

  • als Anlaufstelle für Initiativen und Organisationen, die für die Teilnahme aller Menschen an einer inklusiven Gesellschaft eintreten


„Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich dazu, die Gleichbehandlung von behinderten und nicht behinderten Menschen in allen Bereichen des täglichen Lebens zu gewährleisten.“

(Bundesverfassung Artikel 7, Absatz 1);

Verfassungsänderung 14.8.1997 in Kraft getreten

Vorstand

Johannes Matweber

Obmann
(akademischer Tourismusmanager)


Michaela Tiefenbacher

Kassierin
(Unternehmerin)

Geschichte

Durch jahrelange Bemühungen von betroffenen Eltern behinderter Kinder gemeinsam mit Integration:Österreich (I:Ö) wurde Anfang der 1990er-Jahre eine damals europaweit einmalige Gesetzgebung für den gemeinsamen Unterricht erwirkt. Seit der Verabschiedung der 15. Novelle des Schulorganisationsgesetzes (1993) ist Integration in der Volksschule, seit der Verabschiedung der 17. Novelle und ihrer Begleitgesetze (1996) in der Hauptschule gesetzlich verankert. Seither dürfen alle Kinder – unabhängig von Grad und Ausmaß ihrer Behinderung – Regelschulen besuchen.

Mit den Gesetzen wurde die Situation für Eltern, Kinder und Lehrende stark verändert. Lehrerinnen und Lehrer benötig(t)en eine Informations- und Anlaufstelle für ihre „neue“ Arbeit in Integrationsklassen. Dies war die Ausgangssituation und Anlass für Integration:Österreich (I:Ö), eine Beratungsstelle einzurichten. Denn Eltern von behinderten Kindern brauch(t)en Unterstützung, Beratung und Begleitung bei der optimalen Umsetzung der Integration für ihr Kind. Um eine rasche und individuelle Hilfestellung vor Ort österreichweit zu ermöglichen, hat I:Ö durch die Vernetzungsarbeit mit Trägervereinen in den einzelnen Bundesländern (in Kärnten: I:K vormals Arge BIK) integrative Familienberatungsstellen initiiert.

INTEGRATION:KÄRNTEN ungehindert behindert als Trägerverein erhielt nach der Überprüfung durch das Bundesministerium mit 1. Dezember 2000 die offizielle Anerkennung und Förderung als Familienberatungsstelle des Bundes.

In der Generalversammlung vom 11. Dezember 2015 hat der Vorstand beschlossen, den Namen des Vereins auf INKLUSION KÄRNTEN ungehindert behindert zu ändern. Unser Ziel ist die Inklusion, welche die uneingeschränkte Teilnahme aller Menschen an der komplexen und differenzierten Gesellschaft bedeutet.

In diesem Sinne verzichten wir in der Namensgebung inzwischen auch auf den ursprünglichen Zusatz „ungehindert behindert“. So bringt der Name Inklusion:Kärnten das Vereinsziel einer inklusiven Gesellschaft, welche die Vielfalt des Menschseins umfasst, klar zum Ausdruck.

Aktuelles

Informationen über Veranstaltungen, Entwicklungen, Wissenswertes und Neuigkeiten rund um das Thema Inklusion finden Sie hier und auf unserer Facebook-Seite. Folgen Sie dem nachstehenden Link.



Jahresbericht hier ansehen

Beitrittserklärung hier ansehen

Flyer hier ansehen

Familienberatung

Allgemein

Als Familienberatungsstelle bieten wir Unterstützung und Begleitung an, wenn Sie sich Sorgen um die altersgerechte Entwicklung ihres Kindes machen oder wenn Sie Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Pränataldiagnostik haben. Einer unserer Schwerpunkte ist das Thema Behinderung in all seinen Facetten. Dabei richten wir unser Angebot an Betroffene, Angehörige und Fachkräfte, kostenlos und auf Wunsch auch anonym. Beratung kann einerseits Information, Hilfestellung und Rat bedeuten, andererseits aber auch eine kontinuierliche Begleitung, wobei die Erarbeitung von Problemlösungen im Vordergrund steht. In jedem Fall aber individuell, vertraulich und mit folgenden Prinzipien: Inklusion und Normalisierung

  • Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Unterstützung betroffener Menschen auf dem Weg zur Selbstbestimmung (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Die Entscheidung, welcher Weg beschritten wird, obliegt dem ratsuchenden Menschen.

Die professionelle Beratung wird von Fachkräften angeboten, die neben einschlägigen und fundierten

Aus- und Weiterbildungen auch vom Bundesministerium als Familienberaterinnen und Familienberater anerkannt sind.

Behinderung

Die Bedürfnisse von Familien mit behinderten Kindern unterscheiden sich von jenen ohne behinderte Kinder vor allem darin, dass sie sich einen Überblick über die Vielfalt von Angeboten in medizinischer, therapeutischer, psychologischer, pädagogischer, organisatorischer Hinsicht machen müssen. Jede Behinderung wirkt sich unterschiedlich aus und es bedarf daher einer individuellen Unterstützung, um das Leben mit einem behinderten Kind zu bewältigen. Zusätzlich zu diesen Problemen benötigen Betroffene eine psychologische Betreuung, die ihnen bei dem schmerzhaften Prozess der Verarbeitung der Behinderung ihres Kindes hilft.

Ebenso bedürfen Betroffene einer speziellen Unterstützung, die auf ihre spezifische Lebenssituation abgestimmt ist und ihnen hilft, ihre Lebenssituation mit weniger Schwierigkeiten zu meistern. Es sollen demnach die sozialen Systeme Familie und Partnerschaft dabei unterstützt werden, ihre Situation deutlich zu sehen und unterschiedliche Sichtweisen auszutauschen, um neue Handlungs- und dadurch auch Entwicklungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Detailziele sind unter anderem:

  1. Psychologische Betreuung bei dem schmerzvollen Prozess der Verarbeitung der Behinderung des Kindes, um die Annahme des Kindes zu erleichtern.
  2. Unterstützung der Familie, damit das Kind in der Familie bleiben kann durch Erschließung von Ressourcen wie z.B. Frühförderung, Therapie, Familienentlastung, Hilfsmittel, finanzielle Ansprüche etc.
  3. Hilfestellung durch Vermittlung bei schulrechtlichen und schulpädagogischen Problemen im Zusammenhang mit der Inklusion behinderter Kinder in Kindergarten, Schule und Arbeitswelt
  4. Hilfe bei der Bewältigung der Ablöseproblematik durch eine Erschließung von Ressourcen, die es dem erwachsenen behinderten Menschen ermöglicht, sich aus dem Familienverband ablösen zu können z.B. durch unterstützte Beschäftigung, persönliche Assistenz, betreute Wohnmöglichkeiten, Tagesstätten, Freizeitmöglichkeiten etc.
  5. Unterstützung beim Prozess der Pflegegeldzuerkennung und sonstiger finanzieller Förderungen.

Schwangerschaft

Neben allgemeinen Fragen beraten wir Sie bei psychischen Belastungen während der Schwangerschaft sowie bei Fragen und Unsicherheiten zum Thema Pränataldiagnostik. Insbesondere begleiten wir Sie, wenn...

  • Sie entscheiden wollen, welche pränataldiagnostischen Untersuchungen für Sie persönlich richtig und wichtig sind
  • in der Schwangerschaft festgestellt wurde, dass Ihr Kind nicht gesund ist
  • Sie vor der Entscheidung stehen, die Schwangerschaft abzubrechen oder trotz bestehender Diagnose auszutragen
  • Sie ein Kind mit Behinderung oder ein krankes Kind geboren haben

Ebenso bieten wir Trauerbegleitung nach glückloser Schwangerschaft an!

Wenn festgestellt wird, dass Ihr Kind möglicherweise Defizite hat, ist das immer ein Schock für die Eltern. Die Angst vor der Zukunft ist groß, Schock, Trauer und Schuldgefühle machen es Eltern schwer, bestmöglich für sich selbst und das Kind zu sorgen. In der Beratung ist Platz,

  • über Ihre Ängste und Sorgen zu sprechen
  • sich darüber klar werden zu können, was die Diagnose für Ihr eigenes Leben bedeutet
  • Strategien und Möglichkeiten zu entwickeln, für ausreichende Entlastung zu sorgen und ein Burnout zu vermeiden
  • Trauer und Schuldgefühle verarbeiten zu können

Peerberatung

Beratung durch Peers, also durch Menschen, die sich in der gleichen Lebenssituation befinden oder ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ist für uns eine wichtige Ergänzung unseres Beratungsangebotes. Daher erhalten Sie bei uns auch Unterstützung und Beratung durch ebenfalls betroffene Eltern oder durch Menschen, die gleichartige Lebenserfahrungen teilen und durch die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen behinderter Menschen sensibilisiert sind.

Grundsätze

  1. Grundhaltung in der Beratung

    • Integration ist unteilbar.
    • Das Recht auf Leben im Hinblick auf die Anwendung von Biotechnologie und Medizin muss gewahrt sein.
    • Das Recht auf Integration gilt für alle gesellschaftlichen Lebensbereiche.
    • Probleme rund um ein Leben mit Behinderung sind nicht allein als individuelle sondern immer auch in ihrem gesellschaftlichen Zusammenhang zu sehen.
    • Die konsequente Gleichstellung aller Menschen - bei gleichzeitiger Anerkennung individueller Unterschiedlichkeiten - ist Voraussetzung für die Wahrung demokratischer Menschen- und Grundrechte.
    • Eltern behinderter Kinder und Menschen mit Behinderungen sind ExpertInnen in eigener Sache.
    • Jeder Mensch in unserer Gesellschaft hat das Recht auf persönliche Entfaltung innerhalb der Gemeinschaft und auf individuelle Zukunftsgestaltung.
    • Gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung stellt einen Wert für die gesamte Gesellschaft dar und ist für alle ihre Mitglieder in gleicher Weise förderlich. Dies gilt für alle Lebensbereiche unabhängig von Art und Ausmaß der Behinderung.
    • Es ist von der Bildungs- und Schulfähigkeit jedes Kindes - unabhängig von Art und Ausmaß der Behinderung - auszugehen.
  2. Grundsätze zur Inklusion

    • Beratung zur Inklusion ist getragen von Empowerment und Peer-Support

    Empowerment meint den Prozess, innerhalb dessen Menschen sich ermutigt fühlen, ihre Angelegenheiten in die Hand zu nehmen, ihre eigenen Kräfte und Kompetenzen zu entdecken, diese ernst zu nehmen und den Wert selbst erarbeiteter Lösungen schätzen zu lernen.

    Peer - Support meint in diesem Fall Unterstützung und Beratung durch ebenfalls betroffene Eltern oder zumindest durch Menschen, die gleichartige Lebenserfahrungen teilen und durch die Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen behinderter Menschen sensibilisiert sind.

    Bei Bewerbungen gleicher Qualifikation (nach dem Familienberatungsgesetz) sind Betroffene (Eltern oder Menschen mit Behinderungen) zu bevorzugen.

    • Beratungen zur Inklusion können alle Menschen in Anspruch nehmen, die privat oder beruflich mit Menschen mit Behinderung befasst bwz. selbst behindert sind.
    • Beratung hinsichtlich Inklusion soll - auf der Basis der Grundhaltungen in der Beratung - Wege aufzeigen, wie Menschen mit Behinderung ein Leben in Familie, Kindergarten, Schule, Arbeit, Freizeit und Kommune selbst bestimmt und gleichberechtigt führen können.
    • Zur Sicherung der Beratungsqualität ist Fortbildung wesentlich.

    Sie findet in der jeweiligen Familienberatungsstelle in Form von Team- und Fallsupervision statt. Zur Vertiefung des Inklusionsgedankens werden Bundesländer übergreifend Fortbildungsangebote gesetzt, die die Beratungsinhalte und die Beratungsqualität zum Gegenstand haben.

    • Die oben formulierten Qualitätsstandards sind umzusetzen und weiter zu entwickeln.
  3. Vernetzung und Kooperation

    • Gesellschaftspolitische Probleme sollen thematisiert werden, um bei den entsprechenden Stellen notwendige gesellschafts- bzw. sozialpolitische Veränderungen zu bewirken.
    • Um erworbene Erfahrungen aus dem Beratungsalltag für alle BeraterInnen der Familienberatungsstellen der Mitgliedsvereine zugänglich und nutzbar zu machen, ist es notwendig, diese zu sammeln und vereinbarungsgemäß aufzubereiten.
    • Die vielfältigen Ressourcen an Wissen und Erfahrungen aus personeller Fachkompetenz sowie über Integration unterstützende Personen, Institutionen etc. sollen zusammengetragen, dokumentiert und für den Beratungsalltag zur Verfügung gestellt werden.

Autismus-Spektrum

Beratung

Internationale Studien besagen, dass ca. 0,8% der Allgemeinbevölkerung von einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) betroffen sind. Dazu zählen der Frühkindliche Autismus, das Asperger-Syndrom, atypische Autismusformen sowie nicht-spezifizierte, tiefgreifende Entwicklungsstörungen. Bei den Autismus-Spektrum-Störungen liegen Beeinträchtigungen der Kommunikation und der sozialen Interaktion vor. Vielfach weisen Menschen mit ASS in unterschiedlichem Maß stereotypes und repetitives Verhalten auf und haben bestimmte Sonderinteressen.

Der Leidensdruck für betroffene Kinder, Jugendliche, Erwachsene und deren Eltern bzw. Angehörige ist oft enorm. Obwohl die Früherkennung in den letzten Jahren deutlich an Qualität gewonnen hat, erhalten viele Kinder erst zu spät oder gar keine adäquate Therapie. Spät oder falsch behandelt entwickeln Menschen mit ASS häufiger sekundäre Störungen wie selbst- und fremdaggressives Verhalten, emotionale Störungen, Schlafstörungen, verminderte Selbständigkeit, usw.

Daher nimmt neben therapeutischen Angeboten die Beratung von Eltern, Betroffenen und Angehörigen einen wichtigen Stellenwert ein. Dabei geht es um Information und Psychoedukation, Aufklärung und Verständnis für Autismus-Spektrum-Störungen, um die Auseinandersetzung damit, was die Diagnose für das Leben des Kindes und der Eltern bedeutet, und welche therapeutischen Möglichkeiten es gibt. Aber auch um Akzeptanz, Selbstbestimmung und das Bewusstsein, ein möglichst selbstbestimmtes Leben gemäß den eigenen Wünschen und Vorstellungen zu leben.

Einzelförderung

Im Zentrum stehen die Behandlung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im autistischen Spektrum. Diese werden von spezifisch ausgebildeten PsychologInnen / PädagogInnen angeboten.

Die Mitarbeitenden vom Verein INKLUSION:KÄRNTEN haben zusätzlich zu ihrem Grundberuf (Klinische PsychologIn und GesundheitspsychologIn, PädagogIn, SonderkindergärtnerIn, BehindertenpädagogIn) eine eine autismusspezifische Weiterbildung (z.B. Special-TrainerIn für Autismus-Spektrum-Störungen, Fördertherapie nach Muchitsch, Applied behavior analysis-ABA). Zudem nehmen sie laufend an facheinschlägigen Fort- und Weiterbildungen teil.

Die Häufigkeit und Art der therapeutischen Intervention richtet sich klientenzentriert nach Art der vordergründigen Symptomatik der Autimus-Spektrum-Störung, dem Alter, dem Schweregrad und dem kognitiven Entwicklungsstand. Entsprechend kommen diese aus verschiedenen Fachrichtungen, basieren aber vorwiegend auf verhaltenstherapeutisch ausgerichtenten Programmen und evaluierten Verfahren. Elternberatung und Psychoedukation sind immer integraler Teil jeder Behandlung.

Einschlägige Studien kommen zur Auffassung, dass die Behandlung nur dann sinnvoll und effektiv sei, wenn diese in engem und ausführlichem Kontakt mit den Eltern und dem betreuenden Umfeld (Kindergarten, Schule, sonstige Therapien) stattfindet. Daher ist es uns ein Anliegen, dass die Einzel- und Gruppenförderungen regelmäßig und langfristig stattfinden und ein enger Austausch mit Eltern, Lehrenden, Schulassistenzen etc. gewährleistet ist.

Inhalte der Förderung sind beispielsweise:

  • Behaviorale Förderung
  • Sprachanbahnung und -förderung
  • Training sozialer Fertigkeiten
  • Psychoedukation
  • Alltagsstrukturierung
  • Vermittlung von Selbsthilfestrategien
  • Unterstützung beim Erlernen und Festigen der Kulturtechniken
  • Psychologische Therapie bei komorbiden Störungen
  • Beratung und Training von Eltern und Familie, Erziehungsberatung

Soziale Gruppen

Derzeit bieten wir insgesamt sieben „soziale Gruppen“ an, sechs für Kinder und Jugendliche und eine Gruppe für Erwachsene mit ASS, welche im Jahr 2018 als Pilotprojekt ins Leben gerufen wurde. Die soziale Gruppe ist ein Sozialkompetenztraining, welches ebenfalls mittels empirisch gut abgesicherter und international anerkannt wirksamer Verfahren durchgeführt wird. Diese werden durch Psychoedukation, Strategien im Umgang mit komorbiden Erkrankungen und weiteren pädagogischen oder psychologischen Maßnahmen ergänzt.

Nähere Informationen zu den Einzelförderungen und den sozialen Gruppen erhalten Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

I:K Film

Anlässlich des 20+2-jährigen Bestehens von Inklusion:Kärnten sowie der Erweiterung der Beratungsstellen in Villach und Klagenfurt realisierte Inklusion:Kärnten gemeinsam mit Mag. Ernst Tradinik (menschenundmedien.at) ein inklusives Medienprojekt. Das Ergebnis ist ein wunderbarer halbstündiger Film über die Beratungsstelle, wobei der inhaltliche Schwerpunkt auf der autismusspezifischen Förderung liegt. Neben Einblicken in die Arbeit von Inklusion:Kärnten wird anhand von Interviews der Frage nachgegangen, was das Leben gut und lebenswert macht und wie eine inklusive Gesellschaft aussehen könnte.

Bildungsangebote

Elternbildung

Die Herausforderungen für Eltern erhöhen sich um ein Vielfaches, wenn sie Eltern eines Kindes mit Behinderung oder Autismus-Spektrum-Störung sind. Umso wichtiger ist es, die eigenen Kompetenzen zu stärken. Daher laden wir mehrmals pro Jahr Referentinnen und Referenten ein, die speziell für Eltern abgestimmte Workshops zu wichtigen Themen anbieten. Derzeit liegt der Schwerpunkt unserer Bildungsangebote auf Autismus-Spektrum-Störungen. INKLUSION:KÄRNTEN möchte Sie damit…

  • in der Wahrnehmung Ihrer eigenen Kompetenz unterstützen
  • neues Wissen vermitteln und
  • zur Diskussion und zum Dialog mit den Referentinnen und Referenten einladen.

Anmeldung:

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Fachkräfte

Die Vermittlung autismusspezifischen Wissens ist uns ein großes Anliegen. Daher laden wir auch für Fachkräfte mehrmals pro Jahr Expertinnen und Experten aus ganz Österreich ein, um Seminare zu ausgewählten Themen im Autismusspektrum abzuhalten. Zielgruppen sind alle, die im psychosozialen Bereich tätig sind und sich im Bereich ASS weiterbilden möchten. In der Regel sind die Seminare eintägig und finden im Raum Villach statt.


Anmeldung:

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Finanzierung & Sponsoren